Arbeiten im grenznahen Raum – und die EU

Österreich ist ein kleines Land mit vielen Menschen, die direkt an Grenzen zu einem Nachbarland leben. Der EU-Beitritt mit seinen „vier Freiheiten“ und dem Euro hat es vielen Bürgern ermöglicht, ihre Arbeitsleistung nicht nur im eigenen Land anzubieten, sondern auch über die Grenze zu blicken. Vielen Mitmenschen ist es dadurch gelungen ihr Einkommen positiv zu entwickeln oder sie sparen sich das Auspendeln in eine andere entferntere österreichische Region. Gerade der Euro sichert diesen vielen Arbeitnehmern (und Unternehmen) die Wertstabilität ihrer Dienstleistungen. Kein sich verändernder Wechselkurs (der beim Hartwährungsland Österreich zumeist zu einem Währungsverlust führt), der es erst ermöglicht ruhig zum Nachbarn zum Arbeiten zu fahren. Wer möchte schon  im Tourismus hart arbeitend eine Sommersaison in Italien verbringen und in Lire verdienen? Um am Ende der Saison festzustellen, dass die italienische Lira gegenüber dem Schilling um 7 % abgewertet wurde?

Diese praktischen Vorteile der EU, die jeder Einzelne von uns spürt, wollen viele nicht wahrhaben. Es wird immer angeführt wie sich alles seit dem Euro verteuert, doch die Preissteigerungen haben auch im Schilling stattgefunden. Jetzt ist der Wert eines Produktes in Schilling in unseren Köpfen „eingefroren“. Doch es kann niemand annehmen, dass eine halbe Bier im Gasthaus auch heute noch 32,– österreichische Schilling kosten würde wie 2001.

Der Euro ist ein Element, das den Bürgern der EU nutzt. Wir können uns als Einheit begreifen, wenn wir wollen. Niemand stellt in Frage, dass Steuergelder in Tirol eingehoben, Schulen in Kärnten finanzieren. Oder Steuern aus Wien eine Kaserne in Salzburg erhalten. Die politischen Zustände in den einzelnen österreichischen Bundesländern darf man natürlich kritisch hinterfragen und für Verbesserungen sorgen. Doch niemand denkt daran Kärnten aus dem „österreichischen Haus“ zu werfen, nur weil es sich die HVB oder denkwürdige politische Zustände leistet.

Wenn Europa für seine Bürger eine friedliche und prosperierende Heimat sein will, dann müssen wir uns für dieses Projekt einsetzen. Alles hat zwei Seiten, doch im Alleingang haben nur ganz wenige die Welt umsegelt! Nur gemeinsam sind wir stark!

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