Die Karriereleiter

Pichlmair Personalberatung, Recruiting, OrganisationsentwicklungFür viele Arbeitnehmer ist „die Karriere“ ein stetig nach oben gerichteter sozialer Aufstieg mit sich verändernden Qualifikationen und Dienststellungen. Bildlich gesprochen kann man diese Art von „Karriere“ als Leiter sehen. Karriere hat lateinische Wurzeln (carrus) und bedeutet schlicht „Wagen“. Der Volksmund erkennt die Richtung nach oben. Und diese Richtung ist es, welche uns Kopfzerbrechen bringt. Wenn wir in dem Wort „Karriere“ unsere persönliche Entwicklung erkennen, erkennen welche Chancen wir ergriffen haben und welche Lösungen wir für uns und unser Unternehmen erarbeitet haben, dann haben wir bereits viel weniger Kopfzerbrechen mit unserer „Karriere“. Mutig erkennen wir unsere Leistungen und erfreuen uns an dem was wir geleistet haben. Erfolgreich sind die, die sich an ihren kleinen Erfolgen aufrichten und imstande sind diese auch zu erkennen. Karriere als Leiter gedacht, lässt auch nur einen zu der oben steht. Wenn wir nicht dieser eine sind, dann haben wir versagt. Dieses Bild gehört nicht in unseren Kopf!

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Karriere ist Veränderung

Die einzige Konstante in unserem heutigen Leben ist die Veränderung. Das haben wir bereits zu oft gelesen und wahrgenommen, als das es uns heute noch wirklich bewegen könnte. Doch was bedeutet das für unsere Ausbildung und unseren Karriereweg? Wenn ich heute eine technische oder philosophische Ausbildung absolviere, ist mir dann der Weg in die Betriebswirtschaft verbaut? Oder nur umgekehrt? Ausbildung prägt unsere Art und Weise zu denken. Dies ist wie einen Schweinwerfer ins dunkle Land zu richten. Was wir sehen wird immer anders sein, doch immer Teil der Realität. Jeder wird seinen Lichtkegel wo anders hinrichten und damit etwas anderes wahrnehmen. Vielleicht bietet die eine Ausbildung einen breiteren Lichtkegel an. Doch werden es immer aktive und motivierte Menschen mit der Fähigkeit sein, sich auf Neues und Herausforderndes einzulassen und damit umzugehen, die erfolgreich in die Zukunft sehen und Karriere machen.

Können Sie fair streiten?

Können Sie „gut“ streiten? Verhalten Sie sich Ihrem Gegenüber im Streit fair? Lassen Sie Ihren Streitpartner seine Argumente vorbringen? Hören Sie zu? Konstruktives Streiten kann erlernt werden. Streit ist nicht unbedingt nur als negativ zu betrachten. Eine Auseinandersetzung sollte auch als Chance gesehen werden. Oft sind es gegenseitige Schuldzuweisungen, die es unmöglich machen, ein konstruktives Streitgespräch zu führen. Versuchen Sie, Ihren Standpunkt zu argumentieren. Die Argumente Ihres Gegenübers sollten Sie auch versuchen zu verstehen und auf diese eingehen. Das ist etwas, das uns nicht von heute auf morgen gelingt. Konflikte fair zu lösen, muß man möglicherweise erst lernen.
Auch im Job ist es wichtig, sich Konflikten zu stellen und diesen konstruktiv zu begegnen. Eine Möglichkeit ist, sich im Team in regelmäßigen Abständen zusammen zu setzen und den Umgang unterneinander zu reflektieren. Auch Konflikte gehören regelmäßig auf die Tagesordnung gesetzt. Versuchen Sie gemeinsam eine „Streitkultur“ zu entwickeln, die Fairness bietet und positive Kommunikation fördert.
Denn „richtig“ Streiten können nur Kinder! Wo gerade eben noch in freidlicher Eintracht gespielt wurde, ist plötzlich ein Streit entstanden, es werden wüsteste Beleidigungen ausgestauscht. Wo eben noch gestritten wurde, herrscht aber Minuten später schon wieder seelige Eintracht. Dieses Streiten-Können kommt uns aber im Erwachsensein abhanden und wir müssen es erst wieder lernen!

Lasse ich mich zu leicht von anderen beeinflussen?

Haben Sie sich heute schon beeinflussen lassen? Etwa von der Meinung des Kollegen. Vielleicht haben Sie sich wieder dazu überreden lassen, Arbeit zu übernehmen, die eigentlich gar nicht die eigene Arbeit wäre? Und gleich, nachdem man eingewilligt hat, das für den Kollegen zu übernehmen, sich über das eigenen Verhalten geärgert? Die Manipulation zu spät erkannt?
Von uns hier ein paar Tipps, um mit Manipulationsversuchen um zu gehen:
• Wichtig: Erkennen, dass man manipuliert wird! Der Gesprächspartner will mit Ihrer Hilfe seine persönlichen Ziele erreichen. Versuchen Sie das zwischen den Zeilen herauszuhören.
• Dann können Sie ruhig und gelassen reagieren und werden nicht aktiv auf die Manupulation des Gesprächspartners einsteigen.
• Sich auf keine Gegenargumentation einlassen (dabei verzettelt man sich oftmals zu sehr!)
Wir lassen uns übrigens nicht nur vom Bürokollegen oder der Chefin manipulieren, sondern auch von den Medien! Was gibt es hier nicht alles an Alltagsweisheiten, von denen wir uns lenken und leiten lassen? Aber das ist dann unser Thema für den nächsten Blog?

Welche Rolle spielt Manipulation in unserer Kommunikation?

In der Kommunikation mit Menschen ist uns allen Ehrlichkeit, Offenheit und vor allem Vertrauen wichtig. Gerade im Berufsalltag haben wir es aber oft mit einer Verhaltensweise zu tun, die teilweise unbewußt, aber auch ganz bewußt in der Kommunikation mit Kollegen, Mitarbeitern oder Vorgesetzten eingesetzt wird: der Manipulation. Mit unfairen Mitteln soll uns die Meinung oder der Standpunkt des Gegenübers aufgedrückt werden. Natürlich nicht nur im Beruf, auch im Gespräch mit Freunden, beim Einkaufen oder bei Konfliktgesprächen mit der Familie.
Wichtig im Umgang mit Manipulation ist: immer sachlich bleiben. Herausfinden, ob der Gesprächspartner echte Argumente und Begründungen vorbringt. Zuerst muß man erkennen, dass man manipuliert wird – dann kann man auch entsprechend darauf reagieren. Eine Chance liegt im Fragen. Dem Gegenüber Fragen zu stellen bedeutet, viele Information zu bekommen und beugt Mißverständnissen vor. Fragen können z. B. sein: „Sind Sie damit einverstanden?“, „Wie sehen Sie das Problem genau?“ Fragen sollten so gestellt werden, dass eine klare Antwort gegeben werden muss.

Emotionen am Arbeitsplatz

Manchmal sind Mitarbeiter von an sie gestellten Arbeitsanforderungen einfach nur überfordert. Sie sind für die Leistungen, die sie im Betrieb erbringen sollen, nicht ausgebildet. Die in sie gesetzten Erwartungen durch die Vorgesetzten können daher nicht erfüllt werden. Angriffe an die so und so schon überforderten Mitarbeiter sind hier nicht zielführend. Aber wie am besten Kritik anbringen? Ohne Schuldzuweisungen konstruktive Kritik üben – schwierig! Rückblickend sollten Fehler beurteilt werden und gemeinsam besprochen werden, wie Fehler zukünftig vermieden werden können und wie Pojektabläufe gemeinsam optimiert werden können. Kritik am besten verpackt in Lob oder der Hervorhebung einer besonderen Stärke des Mitarbeiters äußern. Und vor allem: sachlich bleiben! Konfliktlösung funktioniert durch Einfühlung in die Lage des anderen. Wenn man die inneren Beweggründe und Gefühle seiner Mitarbeiter kennt und verstehen will, ist das schon ein großer Schritt zur Lösung von Konflikten. Durch die Lösung von Konflikten entsteht dann automatisch ein besseres Zusammenarbeiten am Arbeitsplatz und größere Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter.

Gibt es typische „Frauenfragen“ beim Vorstellungsgespräch?

Welche Fragen werden nur Frauen beim Vorstellungsgespräch gestellt? Fragen nach einer bald anstehenden Heirat, die Frage nach dem Kinderwunsch … wenn schon Kinder da sind, die Frage danach, ob die Kids öfter krank sind, etc. Eigentlich geht es dem Gegenüber beim Bewerbungsgespräch ja nichts an, ob eine Schwangerschaft geplant ist, dennoch sollte man auf diese Fragen antworten können. Wie reagiert man am besten? Wenn die eigene Ausbildung gerade erst abgeschlossen wurde und in den nächsten Jahren tatsächlich keine Kinder geplant sind, sollte man das dem Personaler genau so sagen. Oder aber: „Natürlich möchte ich Kinder, aber in den nächsten Jahren steht für mich erstmal der Beruf im Vordergrund.“ In keinem Fall zu sehr aus der „Familienkiste“ plaudern. Die Tochter hat grad Probleme in der Schule? Muss das der potentielle neue Arbeitgeber wissen? Schwer haben es bei der Jobsuche alleinerziehende Frauen. Welche Antworten auf die Frage nach Flexibilität im Job geben? Hier empfiehlt es sich die perfekte Planung der Kinderversorgung hervorzuheben – die gar keine Probleme entstehen lässt. Wir freuen uns über Ihre Erfahrungsberichte zu diesem Thema!

Erfolgreich verhandeln

Ist es klug mit dem Arbeitgeber zu verhandeln? Arbeitsnehmer und Arbeitgeber sind Partner. Verhandelt wird tagtäglich: mit dem Partner, den Kindern, beim Einkauf … Die Verhandlungschancen sind nicht immer gleich gut. Auch mit dem Arbeitgeber nicht. Genauso wie man sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, ist auch die gründliche Vorbereitung auf ein Gespräch mit dem Chef oder der Chefin wichtig. Die eigenen Ziele klar definieren können und damit eine erfolgreiche Basis für eine überzeugende Argumentation schaffen. Strategisch gut – immer flexibel bleiben! Das Ziel, das man sich setzt kann nicht erreicht werden? Dann vielleicht einen alternativen Weg zur Erreichung eines Zieles suchen? Immer dran denken, dass der Chef zwar kein Freund, aber auch kein Feind ist! „Gute“ Arbeitnehmer „nutzen“ dem Unternehmen und können so mit dem Arbeitgeber erfolgreich verhandeln. Also, nur Mut!