Karriere und Regionalität

Der Begriff Karriere ist heute für viele Menschen sehr positiv besetzt. Ein jeder will Karriere machen – und diese wird mit Zufriedenheit, Können, Glück und finanziellem Erfolg gleichgesetzt. Für diese Karriere wird vielfach erwartet eine internationale Berufslaufbahn einzuschlagen. Nur mit dieser Internationalität kann heute eine erfolgreiche Karriere erzielt werden. Dieser Handlungsstrang sollte hinterfragt werden. Über den Tellerrand zu blicken, internationale Erfahrungen zu sammeln, andere Kulturen kennen zu lernen kann uns bereichern und weiterhelfen. Das sollte unbedingt weiterhin unterstützt werden. Doch gerade heute ist uns bewusst wie stark der Unternehmenserfolg von Innovation und geistiger Mobilität abhängig ist. Mitarbeiter die Innovationen im Unternehmen ermöglichen können sehr wohl in der Regionalität mobil sein. Andererseits sollte man hinterfragen, wie sehr ein Mitarbeiter, der die Prozesse, Richtlinien und Gedankenwelten des Heimatunternehmens in die Welt tragen soll, imstande ist nach seiner Rückkehr Innovationen zu Hause voran zu treiben. Innovative Geister sind zu widerspruchsfreudig um im Ausland eingesetzt zu werden. Doch wer macht dann Karriere? Diejenigen, die Innovativ dem Unternehmen Chancen erarbeiten oder diejenigen, die das Althergebrachte perfektionieren?

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Die Karriereleiter

Pichlmair Personalberatung, Recruiting, OrganisationsentwicklungFür viele Arbeitnehmer ist „die Karriere“ ein stetig nach oben gerichteter sozialer Aufstieg mit sich verändernden Qualifikationen und Dienststellungen. Bildlich gesprochen kann man diese Art von „Karriere“ als Leiter sehen. Karriere hat lateinische Wurzeln (carrus) und bedeutet schlicht „Wagen“. Der Volksmund erkennt die Richtung nach oben. Und diese Richtung ist es, welche uns Kopfzerbrechen bringt. Wenn wir in dem Wort „Karriere“ unsere persönliche Entwicklung erkennen, erkennen welche Chancen wir ergriffen haben und welche Lösungen wir für uns und unser Unternehmen erarbeitet haben, dann haben wir bereits viel weniger Kopfzerbrechen mit unserer „Karriere“. Mutig erkennen wir unsere Leistungen und erfreuen uns an dem was wir geleistet haben. Erfolgreich sind die, die sich an ihren kleinen Erfolgen aufrichten und imstande sind diese auch zu erkennen. Karriere als Leiter gedacht, lässt auch nur einen zu der oben steht. Wenn wir nicht dieser eine sind, dann haben wir versagt. Dieses Bild gehört nicht in unseren Kopf!

Karriere ist Veränderung

Die einzige Konstante in unserem heutigen Leben ist die Veränderung. Das haben wir bereits zu oft gelesen und wahrgenommen, als das es uns heute noch wirklich bewegen könnte. Doch was bedeutet das für unsere Ausbildung und unseren Karriereweg? Wenn ich heute eine technische oder philosophische Ausbildung absolviere, ist mir dann der Weg in die Betriebswirtschaft verbaut? Oder nur umgekehrt? Ausbildung prägt unsere Art und Weise zu denken. Dies ist wie einen Schweinwerfer ins dunkle Land zu richten. Was wir sehen wird immer anders sein, doch immer Teil der Realität. Jeder wird seinen Lichtkegel wo anders hinrichten und damit etwas anderes wahrnehmen. Vielleicht bietet die eine Ausbildung einen breiteren Lichtkegel an. Doch werden es immer aktive und motivierte Menschen mit der Fähigkeit sein, sich auf Neues und Herausforderndes einzulassen und damit umzugehen, die erfolgreich in die Zukunft sehen und Karriere machen.